Artenzählung im Rahmen
des „GEO Tag der Natur“

Mitte Juni 2021 fand anlässlich des "GEO Tag der Natur" eine Artenzählung in verschiedenen Solarparks in Deutschland statt. Das Ergebnis beweist einmal mehr: Solarparks können mehr, als nur nachhaltige Energie zu produzieren. Die oftmals sehr großen Flächen für Solarparks können einen wichtigen Quelllebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten darstellen.

Eine unserer Anlagen in Ering, Bayern, war auch Teil der Untersuchung. Insgesamt konnten innerhalb der Photovoltaik-Anlage mindestens 97 Tier- und 128 Pflanzenarten nachgewiesen werden, darunter 13 Vogelarten, von denen viele Arten die Projektfläche als regelmäßiges Bruthabitat nutzen: zB Bachstelze, Hausrotschwanz und Blaumeise nutzen die Tragwerke der Module und Trafoanlagen, Feldlerche, Goldammer, Fasan, Sumpfrohrsänger und Zilpzalp bevorzugen die Ruhe und Ungestörtheit der Freiflächen zwischen und unter den Modulen, letzterer wurde beim Nestbau unter einer Modulreihe beobachtet.

Zahlreiche Vertreter der Insekten: 34 Schmetterlingsarten, darunter markante Tagfalter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Distelfalter, Kleines Wiesenvögelchen, Hauhechelbläuling und der seltene Große Feuerfalter wurden mehrfach gesichtet. Unter den Nachtfaltern fanden sich ebenfalls ansprechende: Wolfsmilchschwärmer, Messingeule, Braune Tageule, Fleckleibbär, ebenso auch in Bayern recht seltene Silbereulchen und kurios aussehende Arten wie das Schlehengeistchen.

5 Libellenarten profitieren von den nahegelegenen Fortpflanzungsgewässern und nutzen die Anlage als Nahrungshabitat. Darunter der prächtige Große Blaupfeil, bei welchem Männchen und Weibchen völlig verschieden ausschauen.

Für Hasen und Rehe ist der Park ebenfalls Rückzugs- und Ruheort, letztere haben direkt südlich der Anlage auf der angrenzenden Wiese 2 Kitze gesetzt.

Steckbrief/Auswertung (Solarpark Ering)